Weiße Weihnacht

Ein Kindheitstraum. Frisch gefallener Schnee, ein Spaziergang am Hang in der Dämmerung, über den knirschenden Schnee, das Licht des Kerzenleuchters, das sich auflöst wie ein Milchbrot, das Geräusch von Schnee, der von den Zweigen abgestoßen wird. Ein Traum, der durch die globale Erwärmung immer unwirklicher wird. Nur an wenigen Orten ist er noch Realität. Jerusalem zum Beispiel, wo Két Sheng / Gyuri die folgende Szene festgehalten hat:

Und was machen Länder, in denen es wenig Schnee gibt? Sie leihen sich ihre Weihnachtskarten aus Ländern mit viel Schnee. So macht es auch Kanada, von wo wir im November diese Nachricht erhielten:

Ich arbeite für eine gemeinnützige Organisation in Kanada. Ich habe auf Ihrem Blog ein wunderschönes Bild gesehen, das ich sehr gern für unsere Weihnachtskarte verwenden würde. Würden Sie uns bitte die Erlaubnis erteilen?

Natürlich.

Dass das kanadische The Centre of Israel & Jewish Affairs eine Weihnachtskarte verschickt, kann eigentlich nur die ganz Pedantischen wundern. Tatsächlich fielen Chanukka und Weihnachten in diesem Jahr genau zusammen. Und um den Ökumenismus noch vollkommener zu machen, erhielt ich diese Karte ausgerechnet heute, am Tag des orthodoxen Weihnachtsfestes, von Gyuri, der vom Centre eine ganze Reihe davon als Belegexemplare bekommen hatte. Solange das Fest dauert, gebe ich sie daher an unsere Leser weiter.

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